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16. Juli |
21:30 |
TRIBUTE TO JERRY LEWIS
Cinderfella
US 1960. Regie: Frank Tashlin.
Mit Jerry Lewis, Judith Anderson, Ed Wynn, Anna Maria Alberghetti, Henry Silva.
91 min. OF
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| Das arme Waisenmädchen wird zum Waisenknaben, die gute Fee zu einem zwielichtigen Kobold: Cinderfella erzählt die „gegenderte“ Version des Märchens vom Aschenbrödel, ein Freudsches Melodram à la Jerry Lewis, der sich hier gegen Schwiegermutter Anderson und seine beiden mafiosen Halbbrüder durchsetzen muss. Auf dem großen Ball tritt, kurz vor Mitternacht, Count Basie mit Orchester auf – und dann fängt dieser böse, bunte Film auch noch wie die Hölle an zu swingen. |
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17. Juli |
21:30 |

Die dritte Generation
BRD 1979. Regie: Rainer Werner Fassbinder. Mit Volker Spengler, Bulle Ogier, Hanna Schygulla, Harry Baer, Udo Kier, Eddie Constantine. 111 min. DF
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| Einer der verblüffendsten Filme Fassbinders, eine beißende schwarze Komödie über eine Gruppe politisch Unzufriedener, die in den Untergrund geht und sich der dritten Terroristen-Generation anschließt. Die Entführung eines Industriemagnaten (Eddie Constantine!) scheitert schließlich an mangelnder Motivation und der den Möchtegern-Rebellen verborgenen Wahrheit: Um Repressalien zu rechtfertigen, steuert der Staat die „Revolution“. Unter der Komik lauern tiefste Traurigkeit und irritierte Resignation über eine verrückt gewordene Welt. |
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18. Juli |
21:30 |
Arabesque
US 1966. Regie: Stanley Donen.
Mit Gregory Peck, Sophia Loren, Alan Badel, Kieron Moore, George Coulouris.
105 min. OmfU
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| Arabesque ist ein Film wie ein Delirium, von Anfang bis Ende voll kreiselnder, kippender, knallbunter Bilder: eine rotzfreche Hommage an Hitchcock, mit Gregory Peck als knorrigem Oxford-Professor für tote Sprachen und mit Sophia Loren, die sich in abenteuerlichen Be-, Ver- und vor allem Entkleidungen übt, während das Krimi-Verwirrspiel aus Doppelgängern, arabischen Politikern und Agenten feindlicher Geheimdienste von Minute zu Minute immer undurchschaubarer wird. Worum es in dem Film geht? Um die Kostüme von Christian Dior, die Musik von Henry Mancini, die Kamera von Christopher Challis, kurz: ums Kino selbst – und zwar in seiner verwirrendsten, vergnüglichsten, verführerischsten Form. |
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19. Juli |
21:30 |
PREMIERE
Don
Indien 2006. Regie: Farhan Akhtar.
Mit Shahrukh Khan, Priyanka Chopra, Arjun Rampal, Isha Koppikar, Om Puri.
179 min. OmeU
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| Ein fettes Remake eines der großen Bollywood-Klassiker der 1970er mit Superstar Shahrukh Khan in der damals von Superstar Amitabh Bachchan legendär verkörperten (Traum-) Doppelrolle: Als gewalttätiger, gewitzter und größenwahnsinniger Verbrecher-König Don – und als sein Doppelgänger Vijay, ein naiver Straßenmusikant, den die Polizei überredet, sich als Don auszugeben, um an dessen Drogenhandel-Hintermänner zu kommen. Ein archetypischer Bollywood-Mix aus herrlich absurdem Action-Spektakel, bombastischen Musiknummern und hemmungslosen Emotionen: Drei Stunden Intensitätskino. |
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20. Juli |
21:30 |
Romanze unter Sternen
Casablanca
US 1942. Regie: Michael Curtiz.
Mit Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Paul Henreid, Claude Rains, Conrad Veidt. 104 min. OmU
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| Play it again (and again, and again)! Geschäftemacher und Flüchtlinge, Glücksritter und Säufer, Nazis und Widerstandskämpfer, sie alle landen früher oder später in Rick’s Café, dessen Besitzer, ein aus enttäuschter Liebe zynisch gewordener Amerikaner, fälschlich von sich behauptet: „I stick my neck out for nobody. I’m the only cause I’m interested in.“ Casablanca ist Hollywoods einziges Gesamtkunstwerk, ein perfektes Melodram im Dienste der Warner Brothers und der US-amerikanischen Demokratie. – Mit den Emigranten Peter Lorre, S.Z. Sakall, Ilka Grüning, Helmut Dantine, Curt Bois. |
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21. Juli |
21:30 |
Science of Sleep
F/I 2006. Regie: Michel Gondry.
Mit Gael García Bernal, Charlotte Gainsbourg, Alain Chabat, Miou-Miou, Pierre Vaneck, Emma de Caunes. 105 min. OmU
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| Süßer, komischer Märchen-Surrealismus vom französischen Videoclip-Kultregisseur Michel Gondry, der hier seine schon öfter für Björk oder Daft Punk demonstrierte Liebe zur überbordenden Heimbastler-Fantasie in eine entzückend verzwickte Liebesgeschichte über einen jungen Mann mit überbordender Heimbastler-Fantasie packt: Der eben nach Paris gekommene Stéphane verliebt sich in seine ebenfalls eigensinnige, fast namensgleiche Nachbarin Stéphanie und flieht vor dem Alltag in private Traumwelten, deren garantiert handgemachter Zuckerwattewölkchen-Charme schier unwiderstehlich ist. |
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22. Juli |
21:30 |
Le Mépris
F/I 1963. Regie: Jean-Luc Godard.
Mit Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance, Fritz Lang. 105 min. OmU
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| Film über Film: ein kurzer Film über die Liebe und eine Liebeserklärung ans große Kino. Elementarfarben, dunkles blau, knallendes rot und tödliches gelb, dominieren, zitiert werden Hölderlin und Dean Martin, Brecht und Rossellini. Ansonsten redet ein jeder am anderen vorbei: Der Autor spricht nicht englisch, der Produzent kein französisch – einzig Fritz Lang, „das Gewissen des Films, seine Ehrlichkeit“, beherrscht alle Sprachen, die am Set von Le Mépris gesprochen werden. |
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