Archiv
2004 |
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2.7. Freitag
Eröffnungsfilm
The Thin Man
USA 1934. Regie: W. S. Van Dyke. Mit
William Powell, Myrna Loy, Maureen O'Sullivan, Nat Pendleton,
Cesar Romero. 93 min. OF
„A laugh tops every thrilling
moment!“ Nick & Nora Charles sind reich und immer
ein bisserl angeheitert – das erleichtert ihnen das pausenlose
Abfeuern geistreicher, elegant-bösartiger Dialogzeilen
ganz erheblich. Nach der nächtlichen Begegnung mit einem
bewaffneten Eindringling lesen sie darüber in den Morgenzeitungen. „I
was shot twice in the Tribune.“ – „I read
you were shot five times in the tabloids.“ – „It's
not true. He didn't come anywhere near my tabloids.“ Im
Grunde sind Nick & Nora und ihr Foxterrier Asta einem verschwundenen
Erfinder auf der Spur und klären schließlich auch
noch einen Mord auf. Und MGM machte aus dem Roman von Dashiell
Hammett eine höchst erfolgreiche Krimikomödie. |
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3.7. Samstag
Citizen Kane
USA 1941. Regie: Orson Welles. Mit Orson
Welles, Joseph Cotten, Everett Sloane, Ruth Warrick, Dorothy
Comingore, Agnes Moorehead.
119 min. Omd/fU
„The
classic story of power and the press!“ Aufstieg und Fall
eines Medienzaren, Erstlingswerk des damals 24-jährigen
Orson Welles, nichts weniger als der einflussreichste Film
in der Geschichte des Kinos: Anekdoten, subjektive Erinnerungen,
fiktive Dokumentarszenen, in atemberaubender Rückblendenstruktur
ingeniös montiert zu einem fragmentierten, fragmentarischen
biografischen Essay, barock und immens detailreich zugleich,
der um Geld, Macht und verlorene Kindheit kreist – nicht
zuletzt um den American Way of Life. „Der frühzeitige
und intensive Umgang mit Shakespeare hat, so glaube ich, Welles
eine antimanichäische Weltsicht vermittelt und ihn veranlasst,
die Vorstellung vom Helden, die vom Guten und Bösen zu
vermengen und zu verwirren.“ (Truffaut) Mit Citizen Kane
hat das amerikanische Kino seine Unschuld verloren. |
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4.7. Sonntag
Italiensk for begyndere / Italienisch für Anfänger
DK/SWE 2000. Regie: Lone Scherfig. Mit
Anders W. Berthelsen, Anette Stovelbaek, Peter Gantzler, Lars
Kaalund. 118 min. OmU
„Italienisch
für Anfänger... und Liebe für Loser.“ Sechs
frustrierte Singles aus Kopenhagen treffen sich einmal die
Woche beim Volkshochschulkurs. Sie pauken Italienisch und träumen
von Liebe, Wärme, Venedig. Eine mysteriöse Reihe
von Todesfällen rafft Familienangehörige und Bekannte
dahin, ihren Kursleiter, der mitten unter der Stunde tot umfällt,
gleich inklusive. Dass man darüber von Herzen lachen kann,
gehört mit zum Verblüffendsten an dieser haarsträubenden
Screwball Comedy, die ganz nach Lars von Triers filmischem
Keuschheitsgelübde (Dogma 95) gestaltet ist: Handkamera,
Originalton und schon steht dem wunderbar verhuschten Happy-End
im sonnigen Süden nichts mehr im Weg. |
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5.7. Montag
I Was a Male War Bride
USA 1949. Regie: Howard Hawks. Mit Cary
Grant, Ann Sheridan, Marion Marshall, Randy Stuart, William
Neff, Kenneth Tobey. 105 min. OF
„Convulsingly
zany stuff!“ Location: Germany. Damit Cary Grant, französischer
Offizier, mit seiner Angetrauten, tough girl Ann Sheridan,
weiblicher GI, in die Staaten reisen kann, muss er sich als
Frau verkleiden – denn nur als Kriegsbraut erlaubt ihm
das die lästige Militärbürokratie. Also schneidet
die gewitzte Gemahlin im Hafen einem Pferd den Schwanz ab und
macht Cary draus eine Perücke! „The whole idea“,
so Regisseur Hawks„,was Cary Grant and Ann Sheridan got
married and tried for six reels to get into bed and didn't
make it until they passed the Statue of Liberty.“ Und
zwischen all den one-liners und verrückten Situationen:
ein kurzer, aber bewegender Auftritt des von den Nazis ins
(britische) Exil vertriebenen Martin Miller als Professor Schindler. |
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6.7. Dienstag
Dark Victory
USA 1939. Regie: Edmund Goulding. Mit
Bette Davis, George Brent, Humphrey Bogart, Geraldine Fitzgerald,
Ronald Reagan. 104 min. OF
„The
love story no woman will ever forget!“ Bette Davis war
nie schöner und besser gekleidet als in diesem tear-jerker.
Nachdem Judith Traherne, Long Island Erbin und Pferdenärrin,
von ihrer unheilbaren Krankheit erfahren hat, stürzt sie
sich in das Leben, stimmt im Nachtclub in den traurig-schönen
Song über die verlorene Zeit ein: „Oh! Give me time
for tenderness, one little hour from each big day. Oh! Give
me time – to stop and bless the golden sunset of a summer
day...“ Humphrey Bogart als ihr ergebener Pferdetrainer
sieht ihr dabei zu, Ronald Reagan trinkt mit ihr, George Brent
als ihr Chirurg berührt ihr Herz. Und als die Sonne dann
besonders hell vom Himmel strahlt, spürt sie, dass es
rund um sie immer dunkler wird: „It's funny, I can still
feel the sun on my hands...“ Großes, anrührendes,
unentrinnbares Melodram! |
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7.7. Mittwoch
Mon oncle
F 1958. Regie: Jacques Tati. Mit Jacques
Tati, Jean-Pierre Zola, Adrienne Servantie, Alain Bécourt,
Yvonne Arnaud. 110 min. Kein Dialog
Tatütata,
Tati ist da! Monsieur Hulot, der Mann im kurzem Regenmantel,
mit dem zu kleinen Hut, dem Schirm und der Pfeife, besucht
seine gut situierten Verwandten daheim in ihrer High-Tech-Villa.
Wie im frühen Kino, so ist auch hier alles auf Destruktion
und Verhau aus; doch während Chaplin und seine Zeitgenossen
gegen tückische Objekte kämpften, tritt Hulot gegen
eine ganze Zivilisation an. Einen „Dokumentarfilm von
morgen“ hat François Truffaut diese Komödie
genannt, die „eine irre, alptraumhafte KZ-Welt“ entwirft.
Der gesellschaftliche Erfolg wird als dekadente Tollheit entlarvt:
Türen klappen vollautomatisch auf und zu, Stöckelschuhe
geben wie ein Metronom den Takt vor, und selbst ein Dackel
in kariertem Anzug ist nicht vor Tatis schwarzem Humor gefeit. |
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8.7. Donnerstag
The Resurrection of the Little Match Girl
Südkorea 2002. Regie: Jang Sun-Woo.
Mit Im Eun-Kyung, Kim Hyeon-Seong, Kim Jin-Po, Jin Sing. 125
min. OmeU
Kiss kiss,
bang bang ... Das Mädchen mit den Schwefelhölzern,
die populärste Märchenfigur von Hans Christian Andersen,
ist hier der Star eines Videospiels: Doch statt wie vorgesehen
still vor sich hin zu leiden und am Ende zu erfrieren, läuft
es Amok und tritt zum Showdown gegen sein tragisches Schicksal
an. Mit von der Partie ist Yu, ein Botenjunge, der ständig
nur an der Spielkonsole hängt und plötzlich selbst
durch den Cyberspace gejagt wird. Tron, Matrix und Tomb
Raider, die Pate bei dem Film standen, werden mit sehr
viel Gusto und bösem Humor verarscht. Zwei kampferprobte
Spezialisten aus Hongkong, Daniel Yu und Raymond Fung, bürgen
für die Qualität der Actionszenen dieser teuersten
koreanischen Filmproduktion aller Zeiten. |
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9.7. Freitag
Breakfast at Tiffany's
USA 1961. Regie: Blake Edwards. Mit Audrey
Hepburn, George Peppard, Patricia Neal, Buddy Ebsen, Mickey
Rooney, Martin Balsam. 115 min. OF
„Moon
River, wider than a mile, I'm crossing you in style some day...“ Fifth
Avenue, sechs Uhr früh. Audrey Hepburn, im Abendkleid,
steigt aus dem Taxi und bewundert die Preziosen in der Auslage
des Nobeljuweliers „Tiffany's“. Das Glas des Schaufensters
wirft ihr Bild zurück – sehen wir nun wirklich sie
selbst oder das, was sie zu sein vorgibt? Drei Minuten ohne
Dialog, ein Beginn so vielsagend und schillernd wie diese zeitlos-elegante
Komödie insgesamt, die mit erfrischender Leichtigkeit
vom durchaus hintergründigen Charakter der Kindfrau Holly
Golightly erzählt, die hinter ihrer Fassade aus Naivität
und Weltfremdheit eine große Souveränität und
Unabhängigkeit verbirgt. „We're after the same rainbow's
end, waitin' 'round the bend, my huckleberry friend, Moon River...
and me...“ |
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10.7. Samstag
Tribute to Ray Harryhausen: King Kong
USA 1933. Regie: Merian C. Cooper, Ernest
B. Schoedsack. Mit Fay Wray, Robert Armstrong, Bruce Cabot,
Frank Reicher, Sam Hardy. 103 min. Omd/fU
„The
strangest story ever conceived by man!“ Ein Riesenaffe
in New York, ein Stück Natur vom Menschen vergewaltigt
und in der Zivilisation zum Ungeheuer gemacht. 13 Jahre alt
ist Ray Harryhausen, als er King Kong zum ersten Mal
sieht – „and I haven't been the same since.“ Als
er den genialen Trickspezialisten des Films, Willis O'Brien,
später kennenlernt und mit ihm zusammenarbeitet (bei Mighty
Joe Young, 1949), erfüllt sich für ihn ein Traum: „Kong ist
noch immer ein Klassiker der Fotomontage und Animation. O'Brien
nahm sich Gustave Doré zum Vorbild, dessen Stiche eine
bemerkenswerte Begabung für das Dramatische erkennen lassen.
Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie in Kong viel
von 'Paradise Lost' und anderen Büchern entdecken, die
er illustriert hat.“ |
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11.7. Sonntag
Ray Harryhausen: Earth vs. the Flying Saucers
USA 1956. Regie: Fred F. Sears. Mit Hugh
Marlowe, Joan Taylor, Donald Curtis, Morris Ankrum, Tom Browne
Henry. 82 min. OF
„Warning!
Take cover! Flying saucers invade our planet! Washington, London,
Paris, Moscow fight back!“ Wenn man Fremdlinge aus dem
Weltall mit Gewehrfeuer „begrüßt“, darf
man sich natürlich nicht wundern, wenn sie unfreundlich
reagieren, der Erde den Krieg erklären und, bevor sie
schließlich doch den Kürzeren ziehen, noch schnell
das Capitol, das Washington Monument und andere nationale Wahrzeichen
dem Erdboden gleichmachen. „Damit die fliegenden Untertassen
etwas hermachen“, erinnert sich Harryhausen„,mussten
wir die Kameras sehr nahe an die Miniaturmodelle, die oft nur
12-15 cm Durchmesser hatten, heranrücken – und weil
man die Drähte, die die Modelle hielten, dann sehen konnte,
musste ich sie Kader für Kader aus dem Film retuschieren.“ Das
Ergebnis: atemberaubend! |
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12.7. Montag
Topsy-Turvy
UK 1999. Regie: Mike Leigh. Mit Allan
Corduner, Jim Broadbent, Lesley Manville, Timothy Spall, Katrin
Cartlidge. 160 min. OmU
„Mich
amüsierte die Vorstellung, mich samt den übrigen
Lemmingen von der Klippe zu stürzen und einen Kostümfilm
zu drehen.“ Topsy-Turvy (deutsch: Kuddelmuddel)
findet Mike Leigh, den Chronisten der britischen Lowerclass,
auf ungewohntem Terrain: dem London des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Gilbert und Sullivan, das erfolgreiche Operettenduo, sind nach
dem mäßigen Erfolg ihres letzten Stückes sowohl
professionell als auch privat an einem Tiefpunkt angekommen.
Der eine treibt sich in Bordellen herum, der andere vernachlässigt
seine Frau; unvermeidbare Konflikte zwischen Kunst und Kommerz
geben ihnen den Rest. Was den Regisseur daran gereizt hat: „Das
bonbonfarbene Thema anzukratzen.“ Sprach’s und
schuf ein Meisterwerk. |
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13.7. Dienstag
La sirène du Mississippi
F/I 1969. Regie: François Truffaut.
Mit Catherine Deneuve, Jean-Paul Belmondo, Michel Bouquet,
Nelly Borgeaud, Marcel Berbert. 124 min. OmU
„Vielleicht
glaubst du mir nicht – aber es gibt viele Dinge, die
unglaublich und doch wahr sind.“ Belmondo ist Zigarettenfabrikant
auf der Insel Réunion. Er heiratet die Betrügerin
Catherine Deneuve, die sich alsbald mit seinem Geld aus dem
Staub macht. Und jetzt amour fou: Er trifft sie wieder,
verliebt sich wirklich in sie, bringt den Detektiv um, den
er zuvor beauftragt hat und der jetzt viel zu viel weiß,
und beide flüchten über alle und in die Berge. Alles
weiß vor Schnee. „Dein Gesicht ist wie eine Landschaft“,
sagt Louis zu Marion in diesem Film, „der wie kein anderer
zuvor das wunderbare Gesicht von Catherine Deneuve zu einer
Landschaft werden lässt, zu Ebenen, Seen, Gebirgen, Kratern,
im Morgenlicht, in der Dämmerung, am hellichten Tag, in
der Nacht.“ (Wim Wenders). |
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14.7. Mittwoch
Ray Harryhausen: The Beast From 20,000 Fathoms
USA 1953. Regie: Eugène Lourié.
Mit Paul Christian (= Paul Hubschmid), Paula Raymond, Cecil
Kellaway, Kenneth Tobey, Lee Van Cleef. 80 min. OF
„King
of prehistoric sea giants – raging up from the bottom
of time!” Ein Atombombenversuch am Nordpol erweckt einen „Rhedosaurus“ zu
neuem Leben; im Hafen von New York steigt er an Land, verwüstet
halb Manhattan und kann schließlich im Vergnügungspark
von Coney Island mittels einer „radioaktiven Harpune“ vernichtet
werden. Chris Neumer: „Einmal greift sich das Monster
einen Polizisten – ich nehme an, der Schauspieler befand
sich auf einem Turm und Sie haben die Bestie vor ihn gestellt – das
war unglaublich exakt synchronisiert – und gleich beim
ersten Take!“ Harryhausen (lacht): „It does
take good timing. Da muss man jeden Kader, was die Bewegungen
betrifft, einzeln analysieren, so dass der Kopf des Monsters
genau so schnell in die Höhe geht wie der Polizist auf
seinem Draht.“ |
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15.7. Donnerstag
Blessing Bell
J 2002. Regie: Sabu. Mit Susumu Terajima,
Naomi Nishida, Itsuji Itao, Seijun Suzuki. 87 min. OmU
Stranger
than Paradise. Irrwitz und Zufall spielen die Hauptrollen in
dieser Komödie. Igarashi, ihr Held, sieht aus wie Buster
Keaton in einem Film von Jim Jarmusch. Seit er seinen Job in
der Fabrik verloren hat, läuft er schweigend immer weiter:
von einem Unglück ins nächste. Er begegnet einer
Frau, die ihren Mann betrügt, einem lebensmüden Yakuza,
einer Mutter, deren Kids in einem brennenden Appartement eingeschlossen
sind, und einem sterbenden Mann. Und schließlich ist
da noch die Sache mit dem Jackpot im Lotto... „I thought
this was a riot”, bemerkte ein Kritiker treffend – „but
if you’re not a fan of elliptical humor you’ll
have more fun watching paint dry.” |
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16.7. Freitag
City of God
BRA/F/USA 2002. Regie: Kátia Lund,
Fernando Meirelles. Mit Alexandre Rodrigues, Luis Otávio,
Matheus Nachtergaele. 128 min. OmU/fU
„City
of God has a lot more dazzle than social realism is known
for.” Von der Kritik als Brasiliens überzeugende
Antwort auf Scorsese und Tarantino gefeiert, zeichnet dieser
Film die dramatische Entwicklung der Drogenkriminalität
und Straßenbanden in den Favelas von Rio de Janeiro seit
den Sechzigerjahren nach. Buscape, ein Jugendlicher, der sich
dem mörderischen Kreislauf entzogen und den Revolver gegen
eine Kamera eingetauscht hat, dokumentiert das Geschehen rundum
mit der Akribie eines teilnahmslosen Zuschauers: Wo der Tod
wahllos zuschlägt, macht auch das Leben keinen Sinn mehr.
Ein vor Energie strotzender, vibrierender Samba der Gewalt.
Nonstop Action. |
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17.7. Samstag
The Pink Panther
UK/USA 1963. Regie: Blake Edwards. Mit
Peter Sellers, David Niven, Claudia Cardinale, Capucine, Robert
Wagner, Brenda De Banzie. 113 min. OF
„You
only live once – so see The Pink Panther twice!“ Blöde
Gschicht, wenn man als Inspektor der Sureté einen als „Phantom“ berühmt
gewordenen Juwelendieb jagt – und vor lauter Übereifer
nicht mitbekommen hat, dass dieser der Liebhaber der eigenen
Gemahlin ist! Und der galante Ganove, ein echter Sir (David
Niven), macht sich auch an eine echte Prinzessin (Claudia Cardinale)
heran und diese mit Champagner betrunken: „If I were
my father, I'd have you tortured.“ – „No.
If you were your father, I doubt very much if I would have
kissed you.“ Mit anderen Worten: ein herzerfrischend
alberner, slapstickreicher Klassiker der crazy comedy. |
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18.7. Sonntag
The Killing of a
Chinese Bookie
USA 1976. Regie: John Cassavetes. Mit
Ben Gazzara, Timothy Carey, Seymour Cassel, Azizi Johari, Meade
Roberts, Alice Friedland. 108 min. OmU
„I'm
a club owner. I deal in girls.” Cosmo Vitelli ist Nachtclubbesitzer
am Sunset Strip in L.A. Als er 23.000 Dollar verspielt, zwingen
ihn die Gangster, einen chinesischen Buchmacher zu ermorden.
Cosmo richtet ein Blutbad an und wird selbst verwundet; er
lässt die Kugel in seinem Bauch stecken. Alles erzählt
in bezwingender Beiläufigkeit ohne dramatisierende Spannungselemente,
voll Abscheu gegen jedes Spannungselement des Genres, fast
schmerzhaft in der vorgeführten Gleichgültigkeit
mit der Ben Gazzara seinen eigenen Tod erwartet und entgegennimmt.
Cassavetes: „Dieser Mann ist ein Mensch, der allen gefallen
will und sich selbst vorspielt, mit der Gesellschaft und der
ihm aufgezwungenen Rolle völlig einverstanden zu sein.
Er passt sich an, nur um akzeptiert zu werden, und so lebt
er an allem vorbei – sogar an seinem eigenen Tod.“ |
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19.7. Montag
Ray Harryhausen: Jason and the Argonauts
UK 1963. Regie: Don Chaffey. Mit Todd
Armstrong, Honor Blackman, Gary Raymond, Nancy Kovack, Laurence
Naismith, Niall McGinnis. 104 min. OF
„The
epic story that was destined to stand as a colossus of adventure!“ Purpurflügelige
Vogelmenschen, die siebenköpfige Hydra, der bronzene Riese
Talos: Jason, der junge Krieger, begegnet ihnen allen auf seiner
Reise ans andere Ende der Welt, wo er das legendäre, wundersame
Goldene Vlies erobern soll. Unvergesslich: die Schlacht seiner
tapferen Getreuen gegen eine Armee heimtückischer Skelette – eine
der spektakulärsten Tricksequenzen der Filmgeschichte.
Menschlichen Doubles wurden zwecks leichterer Identifizierung
Zahlen auf den Rücken montiert und Harryhausen verbrachte
dann viereinhalb Monate (!) in seinem Studio, um ihre Bewegungen
auf seine Modell-Skelette zu übertragen. |
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20.7. Dienstag
Bande à part
F 1964. Regie: Jean-Luc Godard. Mit Anna
Karina, Claude Brasseur, Sami Frey, Louisa Colpeyn, Ernest
Menzer, Chantal Darget. 95 min. OmeU
„A
film about a girl and a gun!” Pariser Vorstadt. Eine
junge Frau zwischen zwei Männern – und alle drei
legen im Café einen Madison hin, Modetanz der frühen
60er, dass es nur so scheppert: da ein Hüpfer, dort ein
Klatschen und ein gscheiter Stampfer drüben im anderen
Eck. Szenen wie diese schreiben Filmgeschichte – wie
auch der gemeinsame Blitzbesuch im Louvre, „zwei Sekunden
kürzer als der amerikanische Rekord von neun Minuten und
45 Sekunden!“ Bande à part zeigt Godard
von seiner heitersten Seite: eine Gangsterfilmparaphrase mit
ironisch-distanziertem Kommentar, Zitaten und Sprachspielen, „als
ob ein französischer Poet einen banalen amerikanischen
Kriminalroman hernimmt und uns diesen mit den Begriffen von
Romantik und Schönheit erzählt, die er zwischen den
Zeilen gelesen hat.“ (Pauline Kael). |
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21.7. Mittwoch
I Walked With a Zombie
USA 1943. Regie: Jacques Tourneur. Mit
Frances Dee, Tom Conway, Christine Gordon, James Ellison, Edith
Barrett, James Bell. 69 min. OF
„She's
alive – yet dead! She's dead – yet alive!“ Nächtliche Überfahrt,
Sterne funkeln im Meer. „Millionen winziger toter Körper
lassen es glitzern“, erklärt der melancholisch-verbitterte
Zuckerrohrpflanzer der Krankenschwester, die er für seine
leidende Frau engagiert hat. „There is no beauty – only
death and decay.“ Eine Insel im Indischen Ozean,
unergründlich, durchzogen von Nebel und unendlichen Schatten,
die die Räume durchschneiden und die Angst und Trauer
beschreiben, die in ihnen herrscht. Falsche Ahnungen, falsches
Vertrauen: Nichts steht auf sicherem Grund, aus dem Nichts
entsteht eine von ekstatischen Voodootrommeln angetriebene
Bewegung purer Schönheit. „A horrible title“,
meinte Tourneur, Schöpfer von Meisterwerken wie Cat
People und Out of the Past, „but the best
film I've ever done in my life.“ |
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22.7. Donnerstag
Spring, Summer, Fall, Winter ... and Spring
Südkorea/D 2003. Regie: Kim Ki-Duk.
Mit Oh Yeong-Su, Kim Ki-Duk, Seo Jae-Gyeong, Kim Yeong-Min.
103 min. OmU
„Mir
ist nicht wichtig, wie viele Leute meine Filme sehen, mir ist
wichtig, wer sie sieht.“ Kim Ki-Duk, bislang als Regisseur
actionreicher Schocker wie The Isle bekannt, schildert
in Spring, Summer, Fall, Winter... and Spring Episoden
aus dem Leben eines buddhistischen Mönches. Mit den Jahreszeiten
vollzieht sich der Wechsel von der Kindheit über die Jugend
und Mannesreife bis zum hohen Alter. Wie ein langer, ruhiger
Fluss zieht der Film mit seinen grandios schönen Bildern
vorbei, „sublime, witty and transcendental“ (Variety).
Eine durch und durch stimmige Parabel, die von dem unbeirrbaren
Glauben des koreanischen Meisterregisseurs zeugt, die Welt
sei doch noch zu retten... |
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23.7. Freitag
The Cameraman
USA 1928. Regie: Edward Sedgwick, Buster
Keaton. Mit Buster Keaton,
Marceline Day, Harold Goodwin, Sidney Bracy, Harry Gribbon.
69 min. Stumm
„Meine
Schwester liebt den Buster, liebt den Keaton, und sie sieht'n
in jedem Mann. Alle Männer sind nur Nieten gegen Keaton,
und sie sieht'n sich täglich an.“ Singt Friedrich
Holländer 1928 über den Komiker mit dem frozen
face, der im Cameraman, betört vom Duft
einer Frau, vom Strassenfotografen zum Wochenschaukameramann
mutiert und flugs zwischen die Fronten eines Bandenkriegs in
Chinatown gerät. Natürlich findet er, der Erfindungsreiche,
wie immer einen Ausweg aus der Katastrophe und doch noch den
Weg ins Herz der geliebten Sally. „Alle Männer sind
nur Rester gegen Buster, und sie schwärmt für ihn
von Neujahr bis Sylvester! Meine Schwester liebt den Buster,
liebt den Keaton, und sie zieht'n dem Chaplin vor!“ |
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24.7. Samstag
Tommy
UK 1975. Regie: Ken Russell. Mit Roger
Daltrey, Ann-Margret, Oliver Reed, Elton John, Tina Turner,
Keith Moon, Jack Nicholson. 111 min. Omd/fU
„Your
senses will never be the same!” Kein Wunder, wenn Seifenschaum,
Bohnen und Schokoladesirup aus dem Fernsehapparat quellen,
mit reichem, vollem Schwalle über Ann-Margret sich ergießen
und diese sich in selbstvergessen-orgiastischer Ekstase darin
weidet. John Moore: „Do you have fond memories of filming Tommy?” Ann-Margret: „Are
you kidding?” Den allseits bekannten Rockopern-Soundtrack
stellen The Who: „That deaf, dumb and blind kid sure
plays a mean pinball!” Natürlich ist Roger Daltrey
für die Titelrolle ein bisserl alt – so what, dafür
gibt's Tina Turner als Acid Queen und alles ist knallbunt und
laut und Vincent Canby in der New York Times hat auch einmal
recht: „Tommy is to movies what a jukebox is
to furniture.” |
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25.7. Sonntag
Nostalghia
UdSSR/I/F 1983. Regie: Andrej Tarkowski.
Mit Oleg Jankowski, Erland Josephson, Domiziana Giordano, Patrizia
Terreno, Delia Boccardo.
125 min. OmeU
„Beautiful,
strange, powerful, haunting!“ Ein Mann aus Moskau bereist
Italien, auf den Spuren eines russischen Komponisten des 19.
Jahrhunderts, dessen Biografie er schreiben will: eine Reise
ins Innere der Seele, begleitet und durchdrungen von Erinnerungen
und Visionen, Bildern, Motiven und Zitaten aus Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft. „Tückisches Gelände
betritt er, wohin er sich wendet. Innenräume werden zu
Schlammlandschaften, Bäche zu Spiegeln von Gaukelbildern.
Das Wasser tropft und sprudelt allerorten wie ein Klangteppich,
den ein Ungeborener hören mag.“ (Karsten Witte)
Und am Schluss steht eine gewaltige Vision, in der der Reisende
nach all seinen Mühen Erlösung findet – eine
der schönsten, eindringlichsten Szenen der Filmgeschichte. |
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26.7. Montag
La ronde
F 1950. Regie: Max Ophüls. Mit Adolf
Wohlbrück, Simone Signoret, Serge Reggiani, Simone Simon,
Daniel Gelin, Danielle Darrieux. 97 min. OmeU
„Und
ich, was bin ich in dieser Geschichte?“ Adolf Wohlbrück,
Exilant aus Wien, steigt aus dem Nebel auf eine Bühne,
hinter ihm aufgemalter Sternenhimmel über Wien mit der
Silhouette des Stephansdoms. „Doch wo sind wir hier?
Auf einer Bühne? Im Studio. Wir sind in Wien – im
Jahre 1900.“ Kostümwechsel in Frack und ZylinderDie
Sonne geht auf im Atelier, Oscar Straus' berühmter Walzer
hebt an, Wohlbrück umkreist singend ein Ringelspiel, dem
Dirne Simone Signoret entsteigt, die den Soldaten, der das
Dienstmädchen, die den jungen Herren, der die verheiratete
Dame... Das böse, vielfach gebrochene Spiel nach Arthur
Schnitzlers Reigen der Verführung kann beginnen. Es ist
Nacht geworden. Eigentlich, so Ophüls, Exilant aus Saarbrücken,
hätte er für seine Wiener Filme, entstanden in Berlin,
Paris und Hollywood, schon ein kleines Denkmal irgendwo auf
dem Ring verdient. |
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27.7. Dienstag
Die Legende von Paul und Paula
DDR 1973. Regie: Heiner Carow. Mit Angelica Domröse, Winfried
Glatzeder, Heidemarie Wenzel, Fred Delmare, Rolf Ludwig. 105
min. OF
„Wenn
ein Mensch kurze Zeit lebt, sagt die Welt, dass er zu früh
geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, sagt die Welt, es ist Zeit.“ Singen
die Puhdys in Plenzdorfs Geschichte von der stürmischen
Liebe zwischen der alleinerziehenden Mutter Paula und dem unglücklich
verheirateten Staatsangestellten Paul: lebensnahe Figuren,
deren Sehnsüchte und Probleme, das Streben nach privatem
Glück im Sozialismus, dem Publikum nicht fremd waren.
Und dem SED-Apparat missfielen: „Überall waren die
Vorstellungen ausverkauft“, so Regisseur Carow, „überall
wurde Angelica Domröse gefeiert. Wir machten eine Premierenreise
durchs Land, wurden zu den sogenannten Schwerpunkten des Sozialismus
geschickt, damit man uns gründlich die Meinung sagt. Aber
die bestellten Kritiker, die die Diskussion in die 'richtige
Bahn' lenken sollten, wurden ausgepfiffen oder ausgelacht.“ |
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28.7. Mittwoch
Ray Harryhausen: It Came From Beneath the Sea
USA 1955. Regie: Robert Gordon. Mit Kenneth
Tobey, Faith Domergue, Donald Curtis, Ian Keith, Harry Lauter,
Chuck Griffiths. 80 min. OF
„Out
of primordial depths to destroy the world!“ Atombombenversuche
machen aus einer Krake ein gigantisches Monster – und
das taucht aus dem Meer auf, um San Francisco zu vernichten.
Gino Sassani: „Aus Budgetgründen fehlen dem Octopus
ein paar Fangarme...“ Harryhausen: „Ja, es war
ein Sextapus! Hätten wir noch mehr sparen müssen,
wär's wohl ein Dreifüßler geworden...“ – „Sie
mussten auch zu Guerilla-Methoden des Filmemachens greifen...“ – „Ja,
als wir auf der Golden Gate Bridge drehen wollten, waren die
Stadtväter dagegen, weil sie meinten, ihre Zerstörung
durch einen Octopus könnte das Vertrauen der Öffentlichkeit
in dieses Wahrzeichen erschüttern. Also filmten wir die
Hintergründe einfach aus dem Lieferwagen einer Bäckerei
heraus, mit dem wir auf der Brücke hin und her fuhren.“ |
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29.7. Donnerstag
Accordion Tribe
A/CH 2004. Regie: Stefan Schwietert.
Mit Guy Klucevsek, Otto Lechner, Maria Kalaniemi, Bratko Bibic,
Lars Hollmer. 87 min. OmU
Fünf
berühmte AkkordeonistInnen reisen 2002 als „Accordion
Tribe“ durch Europa, begleitet vom Schweizer Filmemacher
Stefan Schwietert. Die mitreissende Atmosphäre und der
Spaß, den die MusikerInnen dabei haben, teilen sich dem
Zuschauer mit, nicht zuletzt durch die Kommentare Otto Lechners,
die sich wie ein roter Faden durch den Film ziehen. Akkordeon – das
ist hier mehr als Polka. Ein virtuoses Zusammenspiel von hoher
emotionaler Intensität entfaltet sich.“Ich besuchte
die Musiker zu Hause in Wien, Slowenien, Finnland, Schweden
und New York und lernte fünf Künstler kennen, wie
sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder hatte
seine ganz eigene Akkordeonmusik entwickelt, beeinflusst von
den verschiedenen Temperamenten und Heimatländern..“ |
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30.7. Freitag
Blow-Up
UK/I 1966. Regie: Michelangelo Antonioni.
Mit David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles, John Castle,
Peter Bowles, Jane Birkin. 111 min. OmU
„Don't
let's spoil everything, we've only just met.” – „No,
we haven't met. You've never seen me.” Swinging London.
Die Yardbirds rocken einen Club: ein rarer gemeinsamer Auftritt
der Gitarrenheroen Jeff Beck & Jimmy Page. Thomas, Modefotograf,
kauft sich einen riesigen Propeller und tut sich schwer, ihn
in seinem offenen Rolls Royce zu verstauen. Später glaubt
er, auf einem Foto, das er im Park geschossen hat, im Hintergrund
einen Mord zu erkennen. Und wenn sie nicht Tennis spielen,
dann spielen sie noch heute, die StudentInnen, die ein imaginäres
Match mimen, bei dem der Ball unsichtbar hin- und herfliegt,
ehe Thomas und wir bizarrerweise ein echtes Aufschlaggeräusch
hören können – und der „Held“ beinahe
zu verschwinden droht. „In a world without film”,
wurde Antonioni einmal gefragt, „what would you have
made?”. Seine Antwort: „Film.“ |
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31.7. Samstag
Y tu mamá también
MEX/USA 2001. Regie: Alfonso Cuarón.
Mit Diego Luna, Gael Garcia Bernal, Maribel Verdù.105
min.OmU
„A
genuine rarity: a sex comedy with brains.“ Julio und
Tenoch, zwei Freunde, die alles im Leben miteinander teilen,
machen sich mit Luisa, einer Spanierin, auf Spazierfahrt an
einen Strand namens Boca del cielo (Himmelsmund): Jenen mythischen,
flüchtigen Nicht-Ort, an dem Unschuld, Sexualität,
Freundschaft unter Teenagern ein letztes Mal zusammenkommen.
Regisseur Cuarón, der sein Glück zuvor in Hollywood
versucht hatte, landete mit Y tu mamá también den
größten Hit des mexikanischen Kinos seit etlichen
Jahren. Eine geballte Ladung an Hormonen und spielerischem
Machismo, die mehr über Lust und Frust des Erwachsenwerdens
erzählt als ein Dutzend amerikanischer Teenie-Komödien...
Sexy, very sexy. |
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1.8. Sonntag
The Black Cat
USA 1934. Regie: Edgar G. Ulmer. Mit
Bela Lugosi, Boris Karloff, David Manners, Jacqueline Wells,
Lucille Lund, Egon Brecher. 65 min. OF.
„The
absolute apex of the super-shivery!“ Auf den Ruinen von
Fort Marmaros, inmitten von blutgetränkten Schlachtfeldern,
hat Hjalmar Poelzig (Boris Karloff), „one of Austria's
greatest architects“, sich eine ultramoderne Villa ganz
in Art deco gebaut. Es ist Nacht, ein grausiges Unwetter bringt
ein neuvermähltes Paar und Titus Werdegast (Bela Lugosi), „one
of Hungary's greatest psychiatrists“,an sein Tor... Unvergesslich
Karloffs „Auftritt“, als er sich im Gegenlicht
hinter einem Gazevorhang wie in Zeitlupe aus seinem Bett erhebt;
oder seine suggestive Frage an den tödlichen Feind aus
dem Off, während die Kamera durch den Keller des Grauens
schweift: „Are we not both the living dead?“ Ein
merkwürdiger Höhepunkt des Horrorfilms, und einer
der besten von Kult-Regisseur Edgar Ulmer aus dem alten Österreich. |
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2.8. Montag
The Man Without a Past
FIN/D/F 2002. Regie: Aki Kaurismäki.
Mit Markku Peltola, Kati Outinen, Juhani Niemelä, Kaija
Pakarinen. 97 min. OmU
„Gottes
Gnade waltet im Himmel, aber hier auf Erden muss sich jeder
selber helfen.“ Also richtet sich’s M, der nach
seiner Wiederauferstehung alles, sogar seinen Namen vergessen
hat, gemütlich in einer Baracke ein, baut am Mistplatz
nebenan Erdäpfel an, bekehrt die Musiker von der Heilsarmee
zum finnischen Rock’n’Roll und lernt die Liebe
seines Lebens kennen. „Ich hatte eigentlich gar keine
Idee“, so Kaurismäki über sein jüngstes
Meisterwerk: „Im Grunde habe ich nur einen alten Trick
aus den meisten meiner Filme angewendet: Ein Mann aus dem Norden
kommt in die Hauptstadt, nach Helsinki. Raymond Chandler, der
Krimiautor, hatte einen ähnlichen Kniff. Er sagte: Wenn
du mit deiner Story nicht weiter kommst, nimm einen Mann und
lass ihn mit einem Revolver in ein Zimmer laufen. Dann passiert
garantiert etwas.“ |
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3.8. Dienstag
The Ladykillers
UK 1955. Regie: Alexander Mackendrick.
Mit Alec Guinness, Cecil Parker, Herbert Lom, Peter Sellers,
Danny Green, Katie Johnson. 97 min. OF
„One
of the best dark comedies ever!“ Nie klingelt irgendjemand
an der Tür der alten Mrs. Wilberforce, die mit ihrem Papagei
zusammenlebt und gerade einsam ihren nachmittäglichen
Tee einnimmt – bis ein stattlicher Gentleman mit strähnigem
Haar seine Aufwartung macht: „Hello. I understand you
have rooms to let.“ Und Alec Guinness lächelt liebenswürdig
durch einen Haufen falscher Zähne, die ihn überdeutlich
als sinistren Gesellen ausweisen. Mit vier „Kollegen“ zieht
er als Streichquintett (!) bei Mrs. Wilberforce ein – und
bald stehen die Ganoven vor dem Problem, die Mitwisserin ihres
großen Coups aus dem Weg räumen zu müssen. Extra
dry, schwarzer Humor vom Allerfeinsten, ein zeitloser
Klassiker des britischen Kinos. |
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4.8. Mittwoch
Un chien andalou
F 1929. Regie: Luis Buñuel. Mit
Simone Mareuil, Pierre Batcheff, Luis Buñuel, Salvador
Dali. 16 min. stumm
L'age d'or
F 1930. Regie: Luis Buñuel. Mit
Gaston Modot, Lya Lys, Caridad de Laberdesque, Max Ernst. 60
min. OmeU
„Dieser
Film soll in der Hand seiner Gegner explodieren!“ Un
chien andalou: Die Logik des Alptraums, die Wirklichkeit
des Unbewussten, traumartige, verbotene Bilder – legendär
das Aufschlitzen eines Augapfels in Großaufnahme. Vermoderte
Skelette in bischöflichem Ornat in L'age d'or:
noch ein surrealistisch-anarchischer Schocker, eine wilde,
leidenschaftliche Attacke gegen Kirche, Militär und Familie, „der
einzige Film meiner Karriere, den ich in einem Zustand der
Euphorie, voll Enthusiasmus und Zerstörungsrausch drehte,
in dem ich die Vertreter der 'Ordnung' angreifen und ihre 'ewigen'
Prinzipien lächerlich machen wollte.“ (Buñuel). |
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5.8. Donnerstag
Nosferatu
UK 1982. Regie: Peter Greenaway. Mit
Anthony Higgins, Janet Suzman, Anne Louise Lambert, Hugh Fraser.
108 min. OF
„Das
Geschehen ist mir ein völliges Rätsel“, behauptet
Peter Greenaway, Enfant terrible des postmodernen Kinos, und
lässt mit dem Titelhelden auch das Publikum in eine tödliche
Falle tappen. Für eine fürstliche Gage soll Mr. Neville
anno 1694 im Auftrag eines adeligen Herrn eine Serie von Gartenbildern
anfertigen. Unwissentlich reproduziert der Zeichner in seinen
maßstabsgetreuen Abbildungen die herrschende Gesellschaftsordnung
gleich noch mit – ein „Fehler“, für
den er teuer bezahlen muss. Detektivgeschichte, Murder-Mystery,
barockes Sittenbild: Vor allem aber ist The Draughtsman’s
Contract eine kinematographische Intrige, die jeden Spürhund
an der langen Nase herumführt. |
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6.8. Freitag
The Graduate
USA 1967. Regie: Mike Nichols. Mit Dustin
Hoffman, Anne Bancroft, Katharine Ross, Murray Hamilton, William
Daniels. 105 min. Omd/fU
„This
is Benjamin – he's a little worried about his future!“ Kalifornien,
Land der ewigen Sonne. Benjamin, Sohn aus reichem Hause, wird
von der reifen Mrs. Robinson verführt – und setzt
dann alles daran, ihre Tochter Elaine zu heiraten. 1967 verändert
sich etwas grundlegend im amerikanischen Kino, The Graduate, Bonnie
and Clyde und Point Blank zeugen von der Ankunft
des europäischen Autorenfilms der Truffaut, Godard, Fellini,
Antonioni – Jump Cuts, exzentrische Kamerapositionen
und Bildausschnitte, subjektive Kamera. Flashy, bunt und eklektisch,
wird The Graduate nicht zuletzt dank der Songs von
Simon and Garfunkel zu einem der erfolgreichsten Filme der
sechziger Jahre. „And here's to you, Mrs. Robinson, Jesus
loves you more than you will know...“ |
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7.8. Samstag
Elephant
USA 2003. Regie: Gus Van Sant. Mit Alex
Frost, Eric Deulen, John Robinson, Elias McConnell, Jordan
Taylor, Timothy Bottoms. 81 min. OmU
„An
ordinary high school day. Except that it's not.“ Weiße
Suburbs, middle America. Endlos gleitet die Kamera
durch die Gänge und über den Campus der Schule, geht
mit einem Schüler mit, dann mit einem anderen, weit sind
die Wege, weit auseinander die klinisch sauberen Klassenzimmer,
Speisesäle, Parkplätze, Sportanlagen – als
müssten, um miteinander zu kommunizieren, Distanzen überwunden
werden, die nicht zu überwinden sind. An diesem Herbstmorgen
ereignet sich in Watt High ein Massaker wie jenes 1999 in Columbine
High – und Gus Van Sant zeichnet es traumartig, schwerelos
und aufgelöst in eine Vielzahl von Perspektiven nach.
Was sich nicht erklären lässt, lässt sich manchmal
umso genauer, poetischer beschreiben. |
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8.8. Sonntag
North by Northwest
USA 1959. Regie: Alfred Hitchcock. Mit
Cary Grant, Eva Marie Saint, James Mason, Martin Landau, Leo
G. Carroll. 136 min. OF
„The
Master of Suspense presents a 3000-mile chase across America!“ Der
gejagt wird, heißt Cary Grant alias Mr. Kaplan alias
Roger O. Thornhill – und befindet sich, obwohl unbedarft
und nichtsahnend, mit den schurkischen feindlichen Spionen
in bester Gesellschaft: Irrwitzig sausen sie alle durch die
Gegend(en), angetrieben von einer willkürlichen Logik,
die jede „realistische“ Erzählweise mit Wonne
ad absurdum führt. Bevor Cary Grant in der Wüste
ausgerechnet in einem Weizenfeld Schutz sucht, hört man
schon die Gefahr: „Da hinten kommt ein Insektenvernichtungsflugzeug“,
meint lapidar ein Bauer, bevor er in den Bus einsteigt, „dabei
gibt es hier doch gar keine Insekten zu vernichten.“ Hitchcock
zu Truffaut: „Den Sinn für das Absurde praktiziere
ich wie eine Religion.“ |
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9.8. Montag
Gosford Park
UK/D/I/USA 2001. Regie: Robert Altman.
Mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Helen
Mirren, Emily Watson, Stephen Fry, Alan Bates. 137 min. OmU
„Tea
at four. Dinner at eight. Murder at midnight.“ England
1932. Am Landsitz derer von McCordle trifft man sich zu einer
Jagdgesellschaft. Dunkle Geheimnisse, wohin man (nicht) schaut,
Seitensprünge, Neid und Gier und allerlei Geschäftemacherei – und
nicht nur die Verwandtschaft mischt kräftig mit, sondern
auch die zahlreichen Bedienten, der schwule Entertainer Ivor
Novello und ein jüdisch-amerikanischer Filmproduzent.
Als der Hausherr ermordet wird, entwickelt sich aus der Beschreibung
der Klassenverhältnisse ein formidables Whodunit à la
Agatha Christie. „Nobody can stab a corpse and not know
it.“ – „Really? When was the last time you
stabbed a corpse?“ |
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10.8. Dienstag
Topper
USA 1937. Regie: Norman Z. McLeod. Mit
Cary Grant, Constance Bennett, Roland Young, Billie Burke,
Alan Mowbray, Eugene Pallette. 97 min. Omd/fF
„Hey,
George, is this 10:30 in the morning?“ – „No,
this is Topper's bank.“
George & Marion Kerby sind reich, exzentrisch und ein bisserl
verrückt – bis ein Verkehrsunfall die beiden ins
Jenseits befördert. Damit sie in den Himmel kommen, müssen
sie noch eine gute Tat begehen – und suchen sich dafür
als Opfer den steifen, ängstlichen Bankier Cosmo Topper
aus, , der sein Leben in den langweiligen Dienst seiner Bank
und seiner Frau gestellt hat. Mal sichtbar, mal unsichtbar,
treiben Grant und Bennett als glamouröse Engel den Armen
in zahlreiche Verwicklungen und schier zur Verzweiflung. „You
want me to drive in a car that looks like a painted Jezebel?“ fragt
ihn die Gemahlin, als er den Wagen der Kerbys kaufen will. „Why,
that would be like going to the opera in my nightgown!“ |
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11.8. Mittwoch
Ray Harryhausen: The 7th Voyage
of Sinbad
USA 1958. Regie: Nathan Juran. Mit Kerwin
Matthews, Kathryn Grant, Richard Eyer, Torin Thatcher, Alec
Mango, Danny Green. 87 min. OF
„8th
wonder of the screen!“ Gehörnte Zyklopen, der doppelköpfige
Riesenvogel Roch, die vierarmige Schlangenfrau, ein feuerspeiender
Drache, ein fechtendes Skelett – im Stop-Motion-Verfahren
zu prächtigem Leben erweckt von Ray Harryhausen: „Meine
erste Zeichnung war Sindbad auf der Wendeltreppe im Kampf mit
dem Skelett. Nun, würde James Bond sich mit einem Skelett
duellieren, wäre das merkwürdig – aber Sindbad,
das akzeptiert man, weil es eine Legende ist... Glücklicherweise
hatten wir den Olympiafechter Enzo Musumeci-Greco, der mit
Kerwin Matthews trainierte und in den Proben auch den Part übernahm,
den später das animierte Gerippe übernehmen sollte.
Dann filmten wir dasselbe noch einmal, diesmal ohne Enzo. Es
brauchte viele Proben, bis die Augen der drei menschlichen
Darsteller alle auf das 'imaginär' sich bewegende Objekt
gerichtet waren.“ |
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12.8. Donnerstag
Stupeur et tremblements
F/J 2003. Regie: Alain Corneau. Mit Sylvie
Testud, Taro Suwa, Kaori Tsuji, Bison Katayama.107 min.OmU
Code unbekannt.
Amélie versteht die Sprache, nicht aber die Hierarchien,
die in einem japanischen Unternehmen wie Yumimoto herrschen.
Schuldlos verstrickt sich die junge Belgierin, die ihre Kindheit
in Tokio zugebracht hat, immer tiefer in immer unsinnigere
Konflikte mit ihren Vorgesetzen. Sie redet zurück, fällt
in Ungnade, wird degradiert. Am absoluten Tiefpunkt ihrer Karriere,
dem Etagen-Klo, angelangt, erfährt die aufmüpfige
Europäerin plötzlich die Solidarität ihrer Kollegen:
Sie boykottieren den Waschraum und weichen auf die in den anderen
Stockwerken aus. Wie in den Films policiers, mit denen Alain
Corneau berühmt wurde, darf man sich auch in Stupeur
et tremblements nirgendwo sicher fühlen: Das stille Örtchen
wird Brennpunkt des Culture Clash zwischen Ost und West! |
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13.8. Freitag
Punch-Drunk Love
USA 2002. Regie: Paul Thomas Anderson.
Mit Adam Sandler, Emily Watson, Philip Seymour Hoffman, Luis
Guzmán, Jason Andrews. 95 min. OmU
„You
are so beautiful. I love you so much I want to smash your face
in with a sledgehammer!“ Barry Egan, einsam bis autistisch,
hat eine kleine Firma, wird von seinen sieben Schwestern herumkommandiert,
zuckt hin und wieder ein bisserl unkontrolliert aus. Da begegnet
ihm die große Liebe – in Gestalt der geheimnisvollen
Lena. „Punch-Drunk Love ist weniger eine Erzählung
als vielmehr ein Gedicht“, so der begeisterte Lola
rennt-Regisseur Tom Tykwer. „Oder eine Melodie;
oder vielleicht gar ein abstraktes Gemälde, das sich 24-mal
in der Sekunde verändert, narrativ so schlüssig wie
ein Bild von Jackson Pollock (und ähnlich emotional mitreißend) – oder
wie eins von Jeremy Blake, dessen amorphe Farbspiele Andersons
Film ab und zu gänzlich auflösen.“ |
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14.8. Samstag
Monty Python's Life of Brian
UK 1979. Regie: Terry Jones. Mit Grahan
Chapman, John Cleese, Michael Palin, Eric Idle, Terry Jones,
Terry Gilliam. 93 min. Omd/fU
„The
film that is so funny it was banned in Norway!“ Die Heiligen
Drei Könige irren sich in der Krippe: Nicht der Sohn Gottes
liegt da vor ihnen und der keifenden Mutter, sondern ein gewisser
Brian Cohen; einen Häuserblock weiter wohnt ein gewisser
Jesus Christus. Am Ende singt Brian – „the boy
next door that never made it“ – mit den anderen
zur Kreuzigung Verurteilten den bekannten Welthit „Always
look on the bright side of life“. Dazwischen kommt man
aus dem Lachen nicht mehr heraus und die sechs gloriosen Montys
spielen der Einfachheit halber alle Rollen selber, alt oder
jung, Mann oder Frau. „Excuse me. Are you the Judean
People's Front?“ – „Fuck off! We're the People's
Front of Judea.“ |
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15.8. Sonntag
The Wizard of Oz
USA 1939. Regie: Victor Fleming. Mit
Judy Garland, Ray Bolger, Bert Lahr, Jack Haley, Frank Morgan,
Billie Burke. 101 min. OF
„Gaiety!
Glory! Glamour!“ Nur weg von den Erwachsenen, die überhaupt
kein Verständnis für ihre Probleme haben: Dorothy,
Bauernmädel aus Kansas, träumt von einem besseren
Leben „behind the moon, beyond the rain“. Und singt
davon: „Somewhere over the rainbow, way up high, there's
a land that I've heard of, once in a lullaby... “ Ein
Tornado transportiert sie in ein magisches Land – und
das anfängliche Schwarzweiß des Films weicht dem
buntesten Technicolor, das man sich vorstellen kann. Mit schnell
gewonnenen Freunden – dem Mann aus Blech, der so gerne
ein Herz hätte, der Vogelscheuche, der es buchstäblich
am Hirn fehlt, und dem ängstlichen Löwen – macht
sie sich auf der Yellow Brick Road auf zum berühmt-berüchtigten
Zauberer von Oz. Judy Garland, Charme, Witz und mitreißende
Songs: ein all-American classic. |
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2004 |
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