Archiv
2002
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11.7. Donnerstag
Eröffnungsfilm
A Matter of Life and Death
UK 1946. Regie: Michael Powell & Emeric Pressburger. Mit David Niven, Roger Livesey, Kim Hunter, Raymond Massey. 104 Minuten. OF.
"The greatest adventure a man ever lived!" Nicht jedem abgeschossenen Piloten der Royal Air Force wird die Gnade zuteil, dass man sich im Himmel geirrt haben könnte: Während man oben in Schwarzweiß auf den Eingang der Seele wartet, trifft David Niven in irdischem Technicolor die Liebe seines Lebens. Ein Triumph kinematographischer Phantasie, von eingefrorenen Bildern über Rosen, die die Farbe wechseln, bis zur 106stufigen Himmelstreppe - und am Ende siegt natürlich die Liebe: "For love is heaven and heaven is love!" |
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12.7. Freitag
HAMMER: The Mummy
UK 1959. Regie: Terence Fisher. Mit Peter Cushing, Christopher Lee, Yvonne Furneaux, Eddie Byrne. 88 Minuten. OF.
"An ancient evil is unleashed on the world!" Ägypten 1895. Britische Archäologen dringen in die Grabkammer der Prinzessin Ananka ein, obwohl ein Einheimischer sie eindringlich davor gewarnt hat: "He who robs the graves of Egypt - dies!" Drei Jahre später geht Christopher Lee als Mumie in einem England der düsteren Wälder und nebligen Sümpfe ans blutige Geschäft der Rache - und gibt Terence Fisher ausführlich Gelegenheit, seiner Leidenschaft für surreale, alptraumhafte, in warmen Farben schwelgende Szenen zu frönen. "Die erste Traumsequenz in Spielfilmlänge" nannte Hammer-Spezialist David Pirie diesen Klassiker der makabren Poesie. |
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13.7. Samstag
Some Like it Hot
USA 1959. Regie: Billy Wilder. Mit Tony Curtis, Jack Lemmon, Marilyn Monroe, Joe E. Brown, George Raft. 119 min. OmU.
"Nobody's perfect!" Der letzte Satz dieses Billy-Wilder-Klassikers wurde selbst zum Klassiker. Some Like It Hot ist eine Komödie der Verwandlung & Travestie - natürlich was die Handlung betrifft, aber auch, weil er das Produkt und zugleich die treffsichere Parodie anderer Filme, "Scarface" und "Public Enemy" etwa, darstellt - und eines ganzen Genres, des Gangsterfilms. Marilyn Monroe wiederum interpretiert hier als Sugar Kane jenen Song, den man sich ohne sie gar nicht mehr vorstellen kann: "I wanna be loved by you". |
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14.7. Sonntag
AMOK: Strange Days
USA 1995. Regie: Kathryn Bigelow. Mit Ralph Fiennes, Juliette Lewis, Angela Bassett, Tom Sizemore. 145 min. OF.
"An extreme taste of reality!" Dezember 1999 in L.A., die letzten Zuckungen des Jahrtausends. Alles ist möglich, nichts verboten. Ex-Cop Lenny Nero dealt mit illegaler Software, die seinen Kunden erlaubt, mit Hilfe eines Abspielgeräts, das wie eine Mischung aus Haarnetz und Duschhaube ausschaut, fremde Erlebnisse in all ihren sinnlichen Nuancen nachzuvollziehen. Rockmusik, Rassismus, polizeiliche Selbstjustiz, eine Welt am Rande des Bürgerkriegs - und mittendrin immer noch die großen leidenschaftlichen Gefühle. Ein düsterer, rauschhafter Sci-Fi-Noir auf Blade Runners Spuren. "You're a disappointment, Nero. But you know what disappoints me more?" - "Your sex life?" |
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15.7. Montag
Heavently Creatures
NZ 1994. Regie: Peter Jackson. Mit Melanie Lynskey, Kate Winslet, Diana Kent, Sarah Peirse. 109 Minuten. OF.
"From a secret world no one could see … came a crime no one could believe!" Die Welt der Wunder, der Märchenwesen und königlichen Paläste: Pauline und Juliet schaffen sich ihre eigene phantastische Realität, um der Enge der neuseeländischen Fünfzigerjahre zu entfliehen - und wehren sich mit mörderischer Konsequenz, als die Eltern ihr Paradies zerstören wollen. Ungemein sensibel taucht Peter Jackson in dieses dunkle Universum ein - in farbstarken, poetischen Bildern, die einen lange nicht loslassen. |
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16.7. Dienstag
Planet of the Apes
USA 1968. Regie: Franklin J. Schaffner. Mit Charlton Heston, Roddy McDowall, Kim Hunter, Maurice Evans. 112 Minuten. OF.
"Somewhere in the universe, there must be something better than man!" Was Charlton Heston da auf dem Planeten, auf dem er mit seinem Raumschiff gelandet ist, sieht, mag er nicht so recht glauben: Zivilisierte Affen, deren Entwicklungsstand dem Mittelalter entspricht, halten sich Menschen, die weder sprechen noch Werkzeuge benutzen können, als Haustiere. Der Astronaut bringt das äffische Selbstbewusstsein gründlich durcheinander und sich selbst in höchste Gefahr: Einmal soll er sogar kastriert werden! Eine geistreiche satirische Vision vom Leben nach der atomaren Katastrophe. |
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17.7. Mittwoch
Buffalo '66
USA 1998. Regie: Vincent Gallo. Mit Vincent Gallo, Christina Ricci, Ben Gazzara, Anjelica Huston, Mickey Rourke. 111 Minuten. OmU.
"All my life I've been a lonely boy!" Billy, gerade aus dem Gefängnis entlassen, macht sich auf den Weg zurück nach Buffalo: um seinen Eltern eine erfolgreiche Karriere vorzuschwindeln und sich an jenem Footballspieler zu rächen, mit dessen Fehlschuss das Unglück seinen Anfang nahm. Vincent Gallos Regiedebüt ist eine äußerst charmante Verlierergeschichte - und ein wahres Fest für SchauspielerInnen. Wie sich Billys Weggefährtin Layla urplötzlich als Bowlingkoryphäe erweist und zu King Crimsons "Moonchild" zu steppen beginnt - das muss man einfach gesehen haben! |
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18.7. Donnerstag
A bout de souffle
F 1960. Regie: Jean-Luc Godard. Mit Jean Seberg, Jean-Paul Belmondo, Van Doude, Jean-Pierre Melville. 90 Minuten. OmU.
"Between grief and nothing, I will take grief." Jean Seberg, amerikanische Studentin in Paris, zitiert Faulkner - und Jean-Paul Belmondo, kleiner Gangster, der gern Humphrey Bogart wäre, meint, er würde das Nichts vorziehen, denn "der Kummer ist ein Kompromiss". Zwischen zahllosen Verweisen und Assoziationen, von Aragon, Lenin und Picasso bis Aldrich, Melville und Monogram Pictures, setzt Godard mit atemberaubendem Erfindungsreichtum das Kino neu zusammen und schafft den einflussreichsten Film der zweiten Jahrhunderthälfte. |
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19.7. Freitag
The Curse of Frankenstein
UK 1957. Regie: Terence Fisher. Mit Peter Cushing, Christopher Lee, Hazel Court, Robert Urquhart. 82 Minuten. OF.
"More than a hundred years ago, in a mountain village in Switzerland…" Auf rotem Grund beginnt derart die Legende vom Baron und seiner künstlich geschaffenen Kreatur - und die Farbe des Blutes bleibt allgegenwärtig: Rot blubbert es in den Laborgläsern, eine riesige rote Lache hinterlässt das Monster, als es sich aus dem Verlies befreit, Rotwein trinkt Professor Bernstein, "the greatest brain in Europe", bevor er Frankenstein zum Opfer fällt. Und wenn Christopher Lee sich seine Bandage vom Kopf reißt und auf seinen Schöpfer losgeht, dann ist das wahrhaft und buchstäblich die Geburt des modernen Horrorfilms. |
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19.7. Freitag
The Revenge of Frankenstein
UK 1958. Regie: Terence Fisher. Mit Peter Cushing, Michael Gwynn, Francis Matthews, Eunice Gayson. 89 Minuten. OF.
"If you go alone - you'll find yourself running all the way home!" Ein Wiedergänger ist er, dieser Baron, gerade so wie die ganze Frankenstein-Legende: Durch einen genialen Trick der Guillotine entronnen, der er am Ende von The Curse of Frankenstein entgegenging, bastelt er nun als "Dr. Stein" in der Stadt mit dem schönen Namen Carlsbruck wieder Leichenteile zusammen - und tut dies jetzt sogar aus "humanitären" Gründen, um seinem verkrüppelten Assistenten einen gesunden neuen Körper zu verschaffen. Und alles in phantastisches Technicolor getaucht, an dem man sich nicht satt sehen kann! |
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20.7. Samstag
Crouching Tiger, Hidden Dragon
HK 2000. Regie: Ang Lee. Mit Chow Yun-Fat, Michelle Yeoh, Ziyi Chang, Chen Chang, Sihung Lung. 120 Minuten. OmU.
"A faithful heart makes wishes come true!" In einem mythischen China verschenkt ein gefürchteter Schwertkämpfer sein wertvolles Jade-Schwert, weil er der Ruhmestaten müde ist. Eine junge, geheimnisvolle Kriegerin bringt es an sich - Ausgangspunkt eines Martial-Arts-Films, in dem sich, weil er von Ang Lee ("The Ice Storm") inszeniert wurde, das melodramatische Moment mit Leichtigkeit gegen die sensationellen Kampfszenen behaupten kann. "Sense and Sensibility - mit Kampfkunst" nannte der Regisseur selbst seine wundersam gelungene Genre-Mixtur. |
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21.7. Sonntag
AMOK + PREVIEW: L'emploi du temps
F 2001. Regie: Laurent Cantet. Mit Aurélien Recoing, Karin Viard, Serge Livrozet, Jean-Pierre Mangeot. 133 Minuten. OmU.
"A terrifying study of bourgeois desperation!" Vincent hat seinen Job verloren, spielt seiner gutbürgerlichen Familie aber weiterhin den erfolgreichen Manager vor. Wie schon in "Ressources humaines" (1999) untersucht Laurent Cantet das Leben im modernen Spätkapitalismus. Sein faszinierendes Porträt eines Menschen, der geschmeidig durch ein perfekt organisiertes Doppelleben gleitet, das ihn in Lifts und Hotellobbys "untertauchen" lässt, führt mit schneidender Schärfe vor, wohin es führen kann, den Gefühlshaushalt den ökonomischen Prozessen anzupassen. |
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22.7. Montag
Design for Living
USA 1933. Regie: Ernst Lubitsch. Mit Miriam Hopkins, Fredric March, Gary Cooper, Edward Everett Horton. 90 Minuten. OF.
"It's true we had a gentleman's agreement, but unfortunately I am no gentleman." Sagt eine junge Dame, die sich gleich in zwei Männer verliebt und mit ihnen ausgemacht hat, Sex aus dem Spiel zu lassen. Nichts stimmt und alles ist wahr: Ein von geschliffenen Dialogen überbordender Klassiker der Filmkomödie, der am Ende wider besseres Wissen den Lebensentwurf einer keuschen Liebe zu dritt bekräftigt - aber so, wie Miriam Hopkins dabei in die Kamera schaut… Frecher konnte Hollywood anno 1933 nicht sein. "I haven't got a clean shirt to my name." - "Why a clean shirt? What's up? A romance?" |
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23.7. Dienstag
Der rote Rausch
BRD 1962. Regie: Wolfgang Schleif. Mit Klaus Kinski, Brigitte Grothum, Sieghardt Rupp, Dieter Borsche. 88 Minuten.
"Sie jagen mich. Sie schlagen mich tot wie einen tollen Hund!" Klaus Kinski in seiner ersten Hauptrolle, als Frauenmörder im burgenländischen Grenzgebiet, der aus der Heilanstalt entflohen ist und nichts von seinen Taten weiß. Der Wahnsinnige mit der kindlichen Seele mordet immer dann, wenn er eine Korallenkette am Hals einer Frau entdeckt. Der rote Rausch nimmt schon den ganzen Kinski vorweg. Expressiv wie ein Stummfilm-Mime spielt er mit kindlich leiser Stimme und vor Angst geweiteten Augen den "Flüchtling von drüben", der Unterschlupf bei einer Frau und deren Tochter findet. |
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24.7. Mittwoch
Blue Velvet
USA 1986. Regie: David Lynch. Mit Kyle MacLachlan, Isabella Rossellini, Dennis Hopper, Laura Dern, Hope Lange. 120 Minuten. OF.
"It's a strange world!" US-Kleinstadt. Der Student Jeffrey findet im Gras ein abgeschnittenes menschliches Ohr und gerät in einen lebensgefährlichen Sog aus Bestechung, Gewalt und sexueller Perversion. Ein trendsetzender Film der achtziger Jahre, der bis heute nichts von seiner verstörenden Wirkung verloren hat: In schillerndem Dunkelblau und Blutrot erzählt Lynch, unterstützt von Angelo Badalamentis irritierendem Soundtrack, von den feuchten Träumen und dunklen Trieben hinter der Fassade einer blütenweißen Mittelstandsidylle. |
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25.7. Donnerstag
2001: A Space Odyssey
GB 1968. Regie: Stanley Kubrick. Mit Gary Lockwood, Keir Dullea, William Sylvester. 141 Minuten. OF.
""An epic drama of adventure and exploration!" Beim Anblick eines Monolithen entdeckt ein Affe die Möglichkeit, einen Knochen als Keule zu benutzen, wirft ihn triumphierend in die Luft. Überblendung auf ein Raumschiff, man schreibt das Jahr 2001. Das Raumschiff soll den Ursprung des Monolithen auf dem Jupiter lokalisieren. Als der Computer HAL sein eigenes "Leben" über das der Astronauten stellt, gelingt es einem von ihnen, ihn abzuschalten; das Schiff rast führungslos durch's All. Philosophischer Diskurs und psychedelischer Trip, ein Meisterwerk, geboren ganz aus dem Geist seiner Zeit. |
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26.7. Freitag
Dracula
UK 1958. Regie: Terence Fisher. Mit Peter Cushing, Christopher Lee, Michael Gough, Melissa Stribling. 82 Minuten. OF.
"The chill of the tomb won't leave your blood for hours … after you come face-to-face with Dracula!" Elegant gleitet die Kamera am Gemäuer entlang und in die Gruft hinein auf den Sarg zu. Die Musik schwillt an, und Blut tropft auf das, was hier geschrieben steht: DRACULA. So beginnt's - und nicht eine Sekunde wird das Gefühl der Bedrohung schwinden in diesem besten aller Vampirfilme, in dem das durchdringende Element einer gefährlichen, aber aufregenden Sexualität das viktorianische England und uns erzittern lässt: "The terrifying lover - who died - yet lived!" |
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26.7. Freitag
Dracula - Prince of Darkness
UK 1966. Regie: Terence Fisher. Mit Christopher Lee, Andrew Keir, Barbara Shelley, Francis Matthews. 90 Minuten. OF.
"Dracula's back for blood!" Ein Toter hängt mit dem Kopf nach unten, Blut rinnt ihm aus der aufgeschlitzten Kehle und träufelt hinunter auf die staubigen Überreste des Grafen - und Christopher Lee erwacht wieder zum Leben. Er und seine untoten weiblichen Opfer bekommen diesmal die ganze Brutalität von Father Sandor und der versammelten Geistlichkeit zu spüren. Die würdige Fortsetzung des ersten Hammer'schen Dracula, eine phantastische Kombination von reicher poetischer Atmosphäre und grauenerregender, grafischer Gewalt. |
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27.7. Samstag
In the Mood for Love
HK 2000. Regie: Wong Kar-Wai. Mit Maggie Cheung, Tony Leung, Rebecca Pan, Lai Chen. 94 Minuten. OmU.
"A masterpiece of missed connections!" Hongkong in den frühen Sixties. Zwei Eheleute, deren PartnerInnen viel unterwegs sind, ziehen ins gleiche Haus ein. Allmählich wird ihnen bewusst, dass Gattin & Gatte eine Affäre miteinander haben - und dass sie selbst tiefe Gefühle füreinander hegen. Großes Melodram, erzählt in hypnotischen Bildern, in Kamerablicken, die hinter Türrahmen in Flure und Zimmer, aus dem Schatten ins Licht spähen. Und Maggie Cheung und Tony Leung spielen das verhinderte Liebespaar mit einer glühenden Sinnlichkeit, die im zeitgenössischen Kino ihresgleichen sucht. |
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28.7. Sonntag
AMOK: Rosetta
BEL/F 1999. Regie: Luc und Jean-Pierre Dardenne. Mit Emilie Dequenne, Fabrizio Rongione, Anne Yernaux. 94 Minuten. OmU.
"Ich möchte ein normales Leben führen!" Die Verhältnisse werden nicht zulassen, dass Rosettas Wunsch in Erfüllung geht. Mit ihrer alkoholkranken Mutter lebt die 17-Jährige auf dem Campingplatz, sucht am Rande der Stadt verzweifelt nach Arbeit, drängt den einzigen Freund aus einem miesen Job, um selbst ein paar Francs zu verdienen. Ganz nah dran mit der Handkamera bleiben die Brüder an ihrer Heldin, folgen ihr hautnah, rücken kaum Umgebung ins Bild: Ein radikaler, mit kalter Wut erzählter Film über das Verschwinden des Sozialen. |
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29.7. Montag
A Night in Casablanca
USA 1946. Regie: Archie Mayo. Mit Groucho, Harpo & Chico Marx, Lisette Verea, Charles Drake, Sig Ruman. 85 Minuten. OF.
"I'm Beatrice Ryner. I stop at the hotel." - "I'm Ronald Kornblow. I stop at nothing." Nichts und niemand kann die Marx Brothers aufhalten: Gesegnet mit der Gabe anarchischer Durchtriebenheit bringen sie nicht nur Nazis zur Strecke, die hinter verschwundener Kriegsbeute her sind, sondern in einer treffsicheren Persiflage das ganze Genre des Agentenfilms. Als der Oberschurke hektische Vorbereitungen zur Flucht trifft, sind die Brüder in seinen Schrankkoffern versteckt und räumen hinter seinem Rücken sofort alles, was er einpackt, wieder aus. Kein Wunder, dass er wahnsinnig wird. |
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30.7. Dienstag
HAMMER: Dr. Jekyll and Sister
Hyde
UK 1971. Regie: Roy Ward Baker. Mit Ralph Bates, Martine Beswick, Gerald Sim, Lewis Fiander. 97 Minuten. OF.
"This film is filled with shock after shock!" Dr. Jekyll injiziert sich weibliche Hormone und verwandelt sich in eine attraktive Frau. Der gute Mann kann freilich auch in seiner "positiven" Persona seine sexuellen Wünsche nicht mehr unterdrücken - und macht sich an den Bruder seiner Freundin heran. Blut & Comedy feiern fröhliche Urständ' in diesem wundervoll bizarren Trash-Essay: "Put a woman in your life and one day … you'll wake up and look in the mirror and see a changed man!" |
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31.7. Mittwoch
Desire
USA 1936. Regie: Frank Borzage. Mit Marlene Dietrich, Gary Cooper, John Halliday, Akim Tamiroff. 96 Minuten. OmU.
"As you desire them … the screen's most beautiful woman and the screen's most dashing lover … falling in love again!" Wenn ein Ingenieur aus Detroit und eine schöne internationale Juwelendiebin in Spanien aneinandergeraten - und die beiden von Gary Cooper und Marlene Dietrich gespielt werden - sprühen in einer Komödie, die der große Ernst Lubitsch produziert hat, natürlich die melodramatischen Funken. Sein und Schein, List und Täuschung, der Kampf der Geschlechter als elegant eingefädeltes erotisches Arrangement voller scharfzüngiger Wendungen: der Lubitsch-Touch in seiner ganzen Pracht und Herrlichkeit. |
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1.8. Donnerstag
Sommerfest + PREVIEW
Små ulykker / Minor Mishaps
DK 2002. Regie: Annette K. Olesen. Mit Jorgen Kiil, Vigga Bro, Maria Würgler Rich, Jannie Faurschou. 109 Minuten. OmU.
"Family isn't something you choose, but something you have." Nach dem plötzlichen Tod der Mutter werden drei erwachsene Kinder und ihr Vater auf sich selbst und ihre Probleme zurückgeworfen. In ihrem Spielfilmdebüt orientiert sich die Kopenhagener Regisseurin Annette K. Olesen am Sozialrealismus des Briten Mike Leigh: Von seiner Methode beeinflusst, die Darsteller/innen am Set ohne Drehbuch improvisieren zu lassen, gelingt ihr eine äußerst lebendige, amüsante schwarze Tragikomödie über das ganz normale Leben in einer dänischen Kleinstadt. |
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2.8. Freitag
Fargo
USA 1996. Regie: Joel Coen. Mit Frances McDormand, William H. Macy, Steve Buscemi, Peter Stormare. 97 Minuten. OmU.
"Small town. Big crime. Dead cold." Es ist Winter und saukalt in North Dakota. Rotes Blut macht sich allerdings gut auf weißem Schnee - gleich am Anfang gibt's drei Tote und die hochschwangere Polizistin Marge muss sich unvermutet mit einem schiefgegangenen "perfekten" Verbrechen herumschlagen. Fargo ist das Meisterstück der Brüder Coen, auf erstaunlich realistische Weise unspektakulär, eine eigentümliche Mischung aus Grauslichkeiten und umwerfend trockenem Humor, in der die skurrile Mundfaulheit der Figuren das mörderische Geschehen nur noch glaubhafter macht. "A lot can happen in the middle of nowhere! An ordinary place, an extraordinary thriller!" |
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3.8. Samstag
Dr. Strangelove or: How I Learned
to Stop Worrying and Love the Bomb
UK 1964. Regie: Stanley Kubrick. Mit Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Keenan Wynn. 93 Minuten. OF.
"You can't fight in here, this is the War Room!" Das atomare Gleichgewicht des Schreckens als böse, hinterfotzige Science-Fiction-Satire. Ein paranoider US-General dreht durch und führt auf eigene Faust den Erstschlag durch. Präsident Muffley (Peter Sellers) versucht, den sowjetischen Ministerpräsidenten Kissoff zu erreichen, aber der ist sturzbesoffen. Und im Bunker entwickelt Dr. Strangelove (Sellers), ein deutscher Wissenschaftler, dessen Arm sich immer wieder mechanisch zum Hitlergruß strecken will, Szenarien für ein Leben nach der Apokalypse. |
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4.8. Sonntag
AMOK: Bad Lieutenant
USA 1992. Regie: Abel Ferrara. Mit Harvey Keitel, Frankie Thorn, Paul Hipp, Victor Argo. 98 Minuten. OmU.
"I tried to do the right thing - but I'm so fucking weak!" Harvey Keitel in der Rolle seines Lebens, als drogensüchtiger New Yorker Cop, der sich mit der Brutalität und der Verkommenheit arrangiert hat und skrupellos seinen dreckigen Geschäften nachgeht. Als er an sich zu zweifeln beginnt, reißt ihn das endgültig in den Abgrund. Direkt und kompromisslos beschreibt Ferrara eine durch und durch verdorbene Welt von geradezu alttestamentarischen Dimensionen - ein Film als rauschhafte Szenenfolge über die letzten Dinge. |
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5.8. Montag
Sonnenallee
D 1999. Regie: Leander Haußmann. Mit
Katharina Thalbach, Henry Hübchen, Detlev Buck, Ignaz Kirchner.
94 Minuten.
"Ooch, guck mal, 'n Ossi! Willste'n Mars?" Die DDR in den Siebzigern, das Leben in der Sonnenallee, die von der Mauer durchschnitten wird, erzählt als Ostkultur-Pop-Musical und kunterbunte Komödie. Wie um zu zeigen, dass dem real existierenden Sozialismus schon immer etwas Unwirkliches, ja Surreales anhaftete, ließ Haußmann alle Schauplätze im Studio nachbauen: "Ein unangenehmer Gedanke, dass man versucht, diesen vollkommen unrealen Zustand, in dem wir damals gelebt haben, realistisch zu machen. Dann wird es langweilig." |
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6.8. Dienstag
HAMMER: The Nanny
UK 1965. Regie: Seth Holt. Mit Bette Davis, Wendy Craig, Jill Bennett, James Villiers. 93 Minuten. OF.
"Here we are, children - come and get your lollipops!" Klingt wie Mary Poppins - aber ist Bette Davis wirklich das nette, rührend besorgte Kindermädchen, das nur das Wohl ihres Schützlings Joey im Auge hat? Der bösartige Fratz hat angeblich seine Schwester ertränkt und offenbar gute Gründe, seine Eltern vor der Nanny zu warnen. Kein Blut in diesem Hammer-Film, dafür jede Menge Spannung, clevere Plot-Twists und eine grandiose Bette Davis in der überzeugendsten Performance ihrer späten Jahre. Ein klaustrophobischer Psychothriller vom Allerfeinsten.
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7.8. Mittwoch
8 1/2
I/F 1963. Regie: Federico Fellini. Mit Marcello Mastroianni, Claudia Cardinale, Anouk Aimée. 145 Minuten. DF.
"Was weißt du schon von mir?" - "Soviel, wie du mir von dir zeigst." Wo hört das Leben auf, wo beginnt die Kunst? Existenzielle Fragen, Bewusstseinssplitter, Angstphantasien: Guido kommt nicht in die richtige Stimmung, seinen neuen Film anzufangen, wird beruflich und privat unter Druck gesetzt, flüchtet schließlich in Erinnerungen an die Kindheit. Eine vielschichtige, zwischen Traum und Wirklichkeit oszillierende, stark autobiografisch geprägte Reflexion des Regisseurs Federico Fellini - über die conditio humana, Inspiration und Kreativität, das Filmemachen schlechthin.
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8.8. Donnerstag
The Philadelphia Story
USA 1940. Regie: George Cukor. Mit Katharine Hepburn, Cary Grant, James Stewart, Ruth Hussey. 112 min. OmU.
"The prettiest sight in this pretty world of ours is that of the privileged classes enjoying their privileges!" Die dummen Streiche der Reichen, namentlich der wohlhabenden Familie Lord, deren Tochter Katharine Hepburn letzte Vorbereitungen für ihre zweite Hochzeit trifft. Ex-Mann Cary Grant und Skandalreporter James Stewart tauchen als ungebetene Gäste auf, peinliche Enthüllungen drohen. Wie Pfeile, die allesamt ins Schwarze treffen, werden sie abgeschossen, die sarkastischen Dialogzeilen, in dieser klassischen Hollywoodkomödie: "You hardly know him!" - "To hardly know him is to know him well."
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9.8. Freitag
The Man Who Fell to Earth
GB 1976. Regie: Nicolas Roeg. Mit David Bowie, Rip Torn, Candy Clark, Buck Henry, Bernie Casey. 140 Minuten. DF.
"Stimulating! Adventuresome! Imaginative!" Auf der Suche nach Wasser für seinen wüstenartigen Heimatplaneten kommt ein androgyner Fremder auf die Erde, gelangt dank seiner überragenden Intelligenz zu Ruhm und Reichtum, wird aber schließlich physisch und psychisch derart zerstört, dass er nicht mehr nach Hause zurückkehren kann: Sein Planet stirbt an der Trockenheit, während sich der ewig jugendliche "neue Mensch" in Dekadenz und Depression versenkt. Eine bittere Parabel über die Angst vor dem Eigenen, Bekannten, ein ungemein berührender Film mit dem großartigen David Bowie in der Titelrolle.
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10.8. Samstag
Psycho
USA 1960. Regie: Alfred Hitchcock. Mit Anthony Perkins, Janet Leigh, Vera Miles, Martin Balsam. 109 Minuten. OmU.
"The screen's master of suspense moves his camera into the icy blackness of the unexplained!" Phoenix, Arizona, heiß und schwarzweiß. Anonyme, nackte Büroräume, ein schäbiges Hotelzimmer, in der Mittagspause ein Treffen zweier Liebender, die nicht zusammenkommen können, weil sie kein Geld haben. Also unterschlägt Janet Leigh 40.000 Dollar, packt die Koffer und macht sich auf nach Kalifornien, ins gelobte Land - wo nichts weiter auf sie wartet als die berühmteste Duschszene der Filmgeschichte. Eine erste halbe Stunde wahrhaftiger, rauher, brutaler Realismus, ehe das gotische Grauen im Bates Motel spektakulär sein Recht einfordert. "In Psycho", so Hitchcock, "habe ich das Publikum geführt, als ob ich auf einer Orgel gespielt hätte."
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11.8. Sonntag
AMOK + Preview: Eureka
J 2000. Regie: Shinji Aoyama. Mit Koji Yakusho, Aoi Miyazaki, Masaru Miyazaki, Yoichiro Saito. 217 Minuten. OmU.
"A tale of trauma and healing." Für den Busfahrer Makoto und zwei Schulkinder ist die Welt aus den Fugen geraten: Als einzige Überlebende eines blutigen Kidnappings stehen sie unter Schock und reisen durch Japan, um zu sich selbst zu kommen. Aoyama erzählt in meditativer Ruhe und wunderschönen sepia-getönten Cinemascope-Bildern und versetzt einen voll beredter Stille in die schwermütige und unsichere Welt seiner Figuren: "Mein Film ist ein bisschen wie eine Live-Session psychedelischer Rockmusik in den späten Sechzigern: Man vergisst sich selbst, raucht sich ein, lauscht einer endlosen Performance. Ich habe versucht, diese Erfahrung ohne Drogen herzustellen - nur mit den Sounds und Images meines Films."
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12.8. Montag
HAMMER: The Plague of the Zombies
UK 1966. Regie: John Gilling. Mit Andre Morell, Diane Clare, Jacqueline Pearce, John Carson. 91 Minuten. OF.
"Strange things are happening in a sleepy village!" In einem Dorf in Cornwall häufen sich die seltsamen Todesfälle - und die Leichen suchen bald die Lebenden heim, weil der Gutsherr Arbeitskräfte für sein Zinnbergwerk braucht. Voodoo & Klassenkampf, ein visuelles Fest mit manch "rettender" Enthauptung eines Opfers und einer unglaublichen, in irres Grün und Rot getauchten Traumsequenz, in der sich die toten Finger durchs Erdreich wühlen und die Zombies mit leeren Augen aus den Gräbern wiederauferstehen. "Extremely creepy!"
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13.8. Dienstag
Cluny Brown
USA 1946. Regie: Ernst Lubitsch. Mit Charles Boyer, Jennifer Jones, Peter Lawford, Helen Walker. 100 Minuten. OmU.
"The one great comedy about plumbing!" London am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Da ihr Onkel verhindert ist, übernimmt ganz einfach die junge Cluny Brown seinen Installateursjob in einem hochherrschaftlichen Haus - und lernt den so feschen wie charmanten, aber völlig abgebrannten Autor Adam Belinski aus Prag, der vor den Nazis flüchten musste, kennen und lieben. Irrungen und Wirrungen, Lubitsch' vergessenes Meisterwerk, eine unwiderstehliche Komödie auf den Spuren von Shakespeares "Sturm".
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14.8. Mittwoch
Ultimo Tango a Parigi
I/F 1972. Regie: Bernardo Bertolucci. Mit Marlon Brando, Maria Schneider, Jean-Pierre Léaud. 136 Minuten. OmU.
"An intense meditation on the realization of mortality!" Marlon Brando am Ende seiner Weisheit. Nach dem Selbstmord seiner Frau stürzt er sich in Paris in eine heftige Liebesbeziehung mit der jungen Französin Jeanne. Durch die rein körperliche Befriedigung versucht er seiner Verzweiflung Herr zu werden. "Tango als Chiffre der Morbidezza und der Dekadenz", schrieb Karsten Witte über Bertoluccis skandalumwitterten Klassiker. "Der Todeskampf in artistischer Form, als grotesker Wettbewerb alternder Paare." Todesballett.
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15.8. Donnerstag
Rushmore
USA 1998. Regie: Wes Anderson. Mit Jason Schwartzmann, Bill Murray, Olivia Williams, Seymour Cassel. 93 Minuten. OmU.
"All's fair when love is war." Kein Wunder, dass Max Fischer am Rushmore College zu den schlechtesten Schülern zählt, hat er doch mehr als eine private Obsession: Imkerei, Modellbau, Fechten, Karate und seine eigene Theatergruppe. Eine unglaubliche Montagesequenz all dieser Hobbys unterlegt Wes Anderson mit einem der krachendsten Riffs der Rockgeschichte: "Makin' time" von The Creation, British Beat von 1966. Mit seinem gerissenen Mentor muss Max sich auch noch abgeben, weil beide auf dieselbe Lehrerin stehen. Und irgendwo in dieser atemberaubend absurden amerikanischen Komödie lauert die dunkle Seite eines US-Bürgers mit Namen Charles Foster Kane. "Love! Expulsion! Revolution!"
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16.8. Freitag
Magnolia
USA 1999. Regie: Paul Thomas Anderson. Mit Jason Robards, Tom Cruise, Julianne Moore, William H. Macy. 188 Minuten. OmU.
"Things fall down. People look up. And when it rains, it pours." San Fernando Valley, Kalifornien. Rund um die Gameshow "What do kids know?" und den Familienpatriarchen und TV-Mogul Jason Robards, der im Sterben liegt, verknüpfen sich an einem einzigen Tag die Schicksale von neun scheinbar voneinander unabhängigen Menschen. Auf der Suche nach dem Glück stehen sie verletzt, ausgenutzt und verzweifelt vor den Trümmern ihres verkorksten Lebens. Ein poetisches, berührendes Panorama auf den Spuren von Robert Altmans Short Cuts: "The book says, we might be through with the past, but the past ain't through with us."
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17.8. Samstag
My Own Private Idaho
USA 1991. Regie: Gus Van Sant. Mit River Phoenix, Keanu Reeves, James Russo, William Richert. 102 Minuten. OmU.
"Wherever, whatever, have a nice day!" Mike und Scott, zwei Strichjungen unterwegs durch ein trostloses, puritanisches Amerika. Ein Roadmovie als Geschichte einer tiefen Freundschaft, als verzweifelte Suche nach den eigenen (familiären) Wurzeln, erzählt als moderne Variante von Shakespeares Königsdrama "Henry IV" - surreal und von bezwingender melancholischer Poesie, mit zwei wunderbaren Hauptdarstellern: "Allein River Phoenix' wagemutige Darstellung Mikes in all seiner schillernden Komplexität", so Donald Lyons, "macht My Own Private Idaho zu einem der besten Filme der Neunziger."
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18.8. Sonntag
An American in Paris
US 1951. Regie: Vincente Minnelli. Mit Gene Kelly, Leslie Caron, Oscar Levant, Nina Foch. 115 Minuten. OF.
"What a joy to see MGM's Technicolor musical!" Paris ist bekanntlich die Stadt der Liebe und der Kunst. Wenn nun ein junger Maler aus Amerika, Gene Kelly, sich in eine reizende Einheimische, Leslie Caron, verliebt, und die beiden noch dazu prächtig (miteinander) zu tanzen verstehen - dann bedarf es nur noch einiger ewiger Songklassiker von George Gershwin, dass in den Farben Utrillos und Toulouse-Lautrecs die musikalischen und melodramatischen Funken sprühen: "I got rhythm", "'s wonderful", "Our love is here to stay" - Hollywoods Filmmusical at its very, very best!
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Archiv
2002
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